Bioaktive Implantate

Der Markt für medizintechnische Produkte hat sich in den letzten Jahren weltweit zu einem Wachstumsmarkt entwickelt. Deutschland nimmt hinter den USA und Japan Platz drei als Absatzmarkt und Produzent für Medizinprodukte ein. Grundlage der guten deutschen Position ist eine bei wachsender Unternehmenszahl klein- und mittelständig strukturierte Unternehmenslandschaft mit hohem Forschungs- und Entwicklungsanteil. Mit der Fördermaßnahme „Bioaktive Implantate“ soll die Innovationskraft und die Wettbewerbsfähigkeit deutscher Medizintechnikunternehmen im Bereich der Implantate gestärkt und durch neuartige Systeme Nutzen für Patienten und Gesellschaft erzielt werden.

In der Medizintechnik zeichnet sich zunehmend ein Trend des Zusammenwirkens mit Pharmazie und Biotechnologie ab. Sichtbar wird dies bei Medizinprodukt-Arzneimittelkombinationen, wie z.B. medikamentenbeschichtete Gefäßstützen (Stents), aber auch in der „Biologisierung“ medizintechnischer Produkte, wie bei mit Biomolekülen beschichteten Implantaten.

Der Einsatz von Nanotechnologien bei der Entwicklung von Implantaten ermöglicht die Gestaltung von Grenzflächen sowie eine gezielte Nutzung von Grenzflächenphänomenen im biologischen Umfeld, so dass für die Grenzfläche eine eigenständige medizinische Funktion definiert werden kann. Um diese Entwicklung voranzutreiben, sollen neue Ansätze der Nano- und Werkstofftechnologien für Implantate unterstützt werden, die den zunehmenden Bedürfnissen nach optimaler Anpassung der Implantate an die menschliche Physiologie nachkommen. Zudem gilt es, neue Lösungsansätze der Nano- und Werkstofftechnologien auf ihr Potenzial für Implantate mit verbesserten oder völlige neuen Funktionalitäten zu untersuchen.

Im angekündigten Förderschwerpunkt soll die Nutzung und Weiterentwicklung von Bio-, Nano- oder Werkstofftechnologien in der Schlüsselbranche Medizintechnik und hier speziell in der Implantatmedizin in industriellen Verbundprojekten gefördert werden.

Weitere Informationen

Bekanntmachung vom 16.04.2007

Ansprechpartner:

Dr. Olaf Rotthaus
Tel. 0211/6214-233
rotthaus@vdi.de

nach oben Aktualisiert am: 27 März 2013.