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 Cemostobas - Medi-WING

Cemostobas

Bioaktiv beschichtete, zementfreie Implantate (Cemostobas)
(Förderkennzeichen 13N12103-13N12105)

Partner

  • Mathys Orthopädie GmbH
  • DOT GmbH
  • Universität Rostock

Kurzbeschreibung

Jährlich werden in Deutschland bei ca. 400.000 Patienten künstliche Gelenke eingesetzt. Dabei handelt es sich in erster Linie um Hüft-, Knie- und Schultergelenke. Hauptursache, die eine solche Operation notwendig macht, ist der Verschleiß des natürlichen Gelenkes, die sogenannte Arthrose.

Die durchschnittliche Verweildauer eines solchen künstlichen Gelenkes im Patienten erreicht mittlerweile einen Zeitraum von 10-15 Jahren. Aufgrund von entzündlichen Reaktionen infolge des Abriebs kann es zu einem Abbau des Knochens und somit zur Lockerung des Implantates kommen, in deren Folge eine weitere Operation erforderlich wird. Bereits kurz nach der Operation können Komplikationen auftreten. Eine der schwerwiegendsten besteht darin, dass sich Keime am künstlichen Gelenk im Körper des Patienten anlagern und sich deshalb das Gewebe rund um das künstliche Gelenk entzündet. Dies führt bei den betroffenen Patienten zu deutlichen gesundheitlichen Problemen, großen Schmerzen und einem verlängerten und komplizierten Heil- und Behandlungsverlauf. In jedem zweiten Fall sind sogar ein oder mehrere zusätzliche Operationen notwendig. Allein in Deutschland sind jedes Jahr 8.000 – 10.000 Patienten betroffen.

In diesem Forschungsprojekt sollen bioaktive und antibakterielle Beschichtungen für Gelenkprothesen untersucht und etabliert werden. Diese Beschichtungen sollen aus bislang nicht erforschten, zweifachen Schichtsystemen bestehen. Das erste Schichtsystem soll direkt nach der Implantation antibakteriell wirken. In gleichem Maß soll die Integration des Implantats mit dem natürlichen Knochen durch ein zweites Schichtsystem verbessert werden. Mit diesen Zweifach-Beschichtungen soll, aufgrund der unterschiedlichen Wirkmechanismen der einzelnen Schichten, ein wesentlich sicherer und effizienterer Schutz gegen bakteriellen Befall und damit gegen Entzündungen bei gleichzeitiger Förderung der Einheilung des Gelenks gewährleistet werden als dies bisher möglich ist. 

Die Verbundpartner erwarten, dass sich die in diesem Projekt am Beispiel von Gelenk- und Knochenimplantaten erforschte Beschichtungstechnologie als Plattform auf weitere Implantatsysteme bzw. Prothesen übertragen lässt. Somit könnten die Belastungen für die Patienten verringert werden und zusätzlich das Gesundheitssystem, durch geringere Kosten aufgrund ausbleibender Folgebehandlungen und Arbeitsunfähigkeit, entlastet werden. Nach erfolgreichem Projektverlauf können darüber hinaus die Marktpositionen der beteiligten Industrieunternehmen gestärkt werden. Somit kann perspektivisch zu einer Sicherung und einem Ausbau von Arbeitsplätzen am Wirtschaftsstandort Deutschland beigetragen werden.

weitere Informationen

Mathys Orthopädie GmbH
Thomas Oberbach
An den Trillers Büschen 2
07646 Mörsdorf

nach oben Aktualisiert am: 27 März 2013.