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 DUro - Medi-WING

DUro

Wirkstofffreisetzungssysteme für den Urogenitaltrakt
(FKZ 13N11304, 13N11306-13N11309)

Verbundpartner

  • Dr. R. Pfleger GmbH
  • DWI an der RWTH Aachen e.V.
  • Institut für Kunststoffverarbeitung in Industrie und Handwerk an der RWTH Aachen
  • Urologische Klinik am Universitätsklinikum Aachen
  • Hemoteq AG

Laufzeit

01.04.2011 – 31.03.2014

Kurzbeschreibung

Ziel des Forschungsvorhabens ist es ein biokompatibles und degradierbares Drug-Delivery-System (DDS) zur kontrollierten Freisetzung von Wirkstoffen in der humanen Harnblase zu erarbeiten. Hiermit soll eine effektive, und möglichst nebenwirkungsarme Therapie häufiger Erkrankungen der Harnblase ermöglicht werden. Das DDS ist modular aufgebaut. Es besteht aus wirkstoffbeladenen Mikrosphären, die in ein Trägersystem aus abbaubarem Polymer eingebettet sind. Durch Kombination von Trägern mit unterschiedlich formulierten Mikrosphären lassen sich für verschiedene Wirkstoffe individuelle Freisetzungsprofile erzielen. Es werden verschiedene Polymertypen zur Herstellung der aktiven Mikrosphären eingesetzt, um eine Beladung mit unterschiedlichen Wirkstoffen zu ermöglichen. Das Einbringen in die Harnblase erfolgt über einen standardisierten Applikator. Hierbei soll im Idealfall eine Selbstapplikation durch den Patienten oder einer Applikation durch geschulte Angehörige oder Pflegepersonal ermöglicht werden. Der Zeitraum, den das System in der Harnblase verbleibt ist abhängig von der jeweiligen Indikation. Der längerfristige Verbleib und die sukzessive Wirkstofffreisetzung stellen sicher, dass es nicht, wie bei derzeitigen intravesikalen Therapieformen, zur Ausspülung des Wirkstoffs mit der nächsten Blasenentleerung kommt, sondern sich danach neue wirksame Arzneistoffkonzentrationen am Wirkort aufbauen. Nach Zerfall des Trägersystems sollen die verbleibenden Bestandteile vollständig mit der Blasenentleerung ausgespült werden, d.h. es sollen keine invasive Bergung des Systems und damit kein medizinischer Eingriff notwendig sein. In Abhängigkeit von der Indikation kann anschließend ein neues Freisetzungssystem über den Applikator appliziert werden. Der Vorteil der rein lokalen Anwendung liegt in der Verringerung der Belastungen des Gesamtorganismus bei gleichzeitig optimaler Wirkstoffkonzentration am Zielorgan. Untersucht werden Ansätze für die Indikationen überaktive Blase und Harnblasenkrebs.

Weitere Informationen

Dr. Ulrich Schwantes
Dr. Pfleger Chemische Fabrik GmbH
96045 Bamberg

nach oben Aktualisiert am: 27 Juli 2012.