Durch die weitere Nutzung der Seite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Weitere Informationen

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen

 MINDE - Medi-WING

MINDE

Molecular Diagnosis of Neurodegenerative Diseases in the Eye
(FKZ: 13N10636–13N10638, 13N10644, 13N10806)

Verbundpartner

  • Carl Zeiss AG
  • Dyomics GmbH
  • Ludwig-Maximilians-Universität München
  • Technische Universität Darmstadt
  • Universitätsklinikum Jena

Laufzeit

01.10.2009 – 30.09.2012

Zuwendung

3,3 Mio. EUR

Kurzbeschreibung

Der Morbus Alzheimer ist die bei weitem häufigste chronisch neurodegenerative Erkrankung. Derzeit wird weltweit von etwa 50 Millionen Betroffenen und jährlich mehr als acht Millionen Neuerkrankungen ausgegangen. Die aktuelle klinische Alzheimer-Diagnostik ist sehr heterogen und stützt sich auf Beobachtungen von Angehörigen (Fremdanamnese), bildgebende Verfahren der Radiologie (CT, MRT und PET), kognitive- und Gedächtnistests sowie den Ausschluss anderer neurodegenerativer
Erkrankungen. Diese meist sehr aufwendigen und teuren Verfahren erlauben es jedoch nicht solche Menschen zu identifizieren, die ein hohes Risiko haben eine Demenz vom Alzheimer Typ zu entwickeln. Damit sind die Möglichkeiten einer frühzeitigen Diagnose des Morbus Alzheimer zum gegenwärtigen Zeitpunkt sehr begrenzt.

Ziel des interdisziplinären Forschungsverbundes sind Grundlagenuntersuchungen zu einem vom kognitiven Status des Patienten unabhängigen Verfahrens für das Screening und die Frühdiagnose von Morbus Alzheimer sowie die Therapiekontrolle.

Dies soll erreicht werden durch die Entwicklung:

  • eines kostengünstigen Screeningverfahren für große Teile der Bevölkerung durch Nachweis von β-Amyloid in der Augenlinse (»point-of-care-approach«) und
  • eines hochsensitiven Diagnoseverfahrens durch Nachweis von extrazellulärem (Β-Amyloid) und intrazellulären pathologischen Proteinaggregaten (t-paired helical
    filaments (t-PHF)) in der Retina.

Dieses Verfahren soll neben der Frühdiagnose von Morbus Alzheimer auch eine Verlaufskontrolle von neuartigen Therapieansätzen ermöglichen, die eine Verminderung von β -Amyloid bzw. der tau-Pathologie zum Ziel haben.

Die Projektpartner planen eine Systemlösung, die eine Kombination aus zu entwickelten fluoreszenten Sonden mit angepassten, neuartigen Geräten zur Retinabildgebung beinhaltet, und die das Potential besitzt, eine Frühdiagnose und die Therapiekontrolle des Morbus Alzheimer zu ermöglichen.

Verbundkoordinator

Dr. Michael Kempe
Carl Zeiss AG

nach oben Aktualisiert am: 31 Mai 2012.