BIBA

Delivering nanopharmaceuticals through Biological Barriers (BiBa)
(Förderkennzeichen 13N11845-13N11846)

Partner

  • Phast GmbH
  • Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung GmbH
  • CEA-Leti, Frankreich
  • Nationales Institut für Gesundheit und Medizinische Forschung, Frankreich
  • Universität Zürich, Schweiz
  • Universitätsklinik La Paz, Spanien
  • Universitätsklinik Barcelona, Spanien

Kurzbeschreibung

In Deutschland sind zurzeit etwa 250.000 Menschen von chronischen entzündlichen Darmerkrankungen wie Morbus Crohn oder Colitis Ulcerosa betroffen. Die Patienten leiden unter Durchfall, blutigem Stuhl, Gewichtsverlust, Schmerzen im Bauchraum und Fieber. Eine Heilung ist bisher nicht möglich. Die Symptome der Entzündung werden durch die Verabreichung hoher Dosen von Medikamenten, sogenannte Immunsuppresiva, welche die Funktion des Immunsystems reduzieren oder unterdrücken, behandelt. Bei einer Langzeitbehandlung sind allerdings starke Nebenwirkungen für den Körper die Folge.  

Ziel des europäischen Verbundprojektes BiBa ist die Erforschung neuer anti-entzündlicher Wirkstoffformen, die sich gezielt im entzündeten Darmgewebe anreichern und so die Behandlung chronisch entzündlicher Darmerkrankung verbessern. Dabei wird das Phänomen ausgenutzt, dass sich arzneistoffbeladene Nanopartikel nach oraler oder rektaler Verabreichung schon allein auf Grund ihrer geringen Größe in der geschädigten Darmwand einlagern. Sie bilden dort ein Arzneistoffdepot, aus dem die anti-entzündlichen Wirkstoffe langsam freigesetzt werden können. Da gleichzeitig weniger Wirkstoff über die gesunde Darmwand in die Blutbahn aufgenommen wird, lassen sich so auch die oft starken Nebenwirkungen der Arzneistoffe reduzieren.

weitere Informationen

Prof. Dr. Claus-Michael Lehr
Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung GmbH
Campus der Universität
66123 Saarbrücken

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