EAREG

Ear Tissue Regeneration Using Human Cells and Novel Nano-Cellulose Scaffolds (EAREG)
(FKZ: 13N11075 – 13N11076)

Partner

  • CellMed AG
  • Universitätsklinikum Ulm
  • Chalmers University of Technology (Schweden)
  • Erasmus University Medical Center Rotterdam (Niederlande)
  • CellCoTech (Niederlande)
  • ETH Zürich (Schweiz)

Kurzbeschreibung

Gegenwärtig wird für die Behandlung von fehlendem Knorpelgewebe im Kopf-Hals-Bereich, wie z.B. der Ohrmuschel, der Nase oder der Luftröhre, patienteneigenes Gewebe, wie Rippenknorpel, in Ausnahmefällen auch künstliche Materialien verwendet. Körpereigenes Gewebe steht jedoch nicht immer in ausreichendem Maße zur Verfügung, zudem verursacht die Entnahme von patienteneigenem Gewebe Probleme an der Entnahmestelle. Künstliche, Materialien werden häufig abgestoßen. Eine zukünftige Therapie könnte die Herstellung von Knorpelgewebe im Reagenzglas mit Hilfe patienteneigener Zellen und neuartiger Biomaterialien, sogenanntes „Tissue Engineering“ sein. Im EAREG Projekt soll ein neuer Ansatz für die Herstellung von Knorpelgewebe verfolgt werden, der individuell geformte Implantate aus nicht-abbaubarer bakterieller Zellulose bzw. Alginaten als Trägermaterial mit patienteneigenen, humanen Stammzellen und Knorpelzellen, isoliert aus der Nasenscheidenwand, kombiniert. Zunächst wird die dreidimensionale Form der Ohrmuscheln ve schiedener Patienten mit bildgebenden Verfahren erfasst und individuell geformte Implantate erstellt. Diese werden mit menschlichen Zellen besiedelt und im Labor sowie im Tierversuch auf Qualität und Menge des neu gebildeten Knorpelgewebes untersucht. 

Im Verlauf dieser Untersuchungen soll das Implantatmaterial so verbessert werden, dass am Ende des Projektes individuelle, mechanisch stabile Implantate für den Ersatz von Knorpelstrukturen zur Verfügung stehen, die die chirurgische Therapie deutlich verbessern können.

weitere Informationen

Prof. Dr. Nicole Rotter
Universitätsklinikum Ulm
Hals-Nasen-Ohren-Klinik

nach oben Aktualisiert am: 12 Dezember 2012.