I-CARE

Interactive nano-Composites and Regeneration of the Eye (I-CARE)
(FKZ: 13N11121)

Partner

  • MLase AG
  • Linköpings University (Schweden)
  • The Hebrew University of Jerusalem (Israel)
  • Institute of Physics Vilnius (Litauen)
  • Vironova AB (Schweden)

Kurzbeschreibung

Es gibt eine Reihe von Infektionskrankheiten des Auges, darunter auch Herpes, die zu einer erheblichen Schädigung der Hornhaut führen und das Sehvermögen der Betroffenen maßgeblich beeinträchtigen. In schweren Fällen ist die Schädigung so stark, dass der Patient nur durch eine Hornhautverpflanzung wieder sehen kann. Allein in Deutschland werden pro Jahr ca. 100.000 derartige Operationen durchgeführt. Es stellen sich dabei jedoch zwei Probleme: Erstens gibt es zu wenige Organspender und zweitens treten Abwehrreaktionen des Auges auf. In ersten Experimenten ist es mittlerweile gelungen, künstliches Material für den Hornhaut-Ersatz herzustellen. Die Hoffnung ist, auf diese Weise eines Tages ausreichend »Ersatzhornhäute« produzieren zu können, um nicht mehr auf Spender angewiesen zu sein. Außerdem hofft man mit Hilfe der »Kunst-Hornhäute« die Abwehrreaktionen deutlich reduzieren zu können. Ziel dieses Projektes ist es nunmehr, auf der Basis dieser Technologie eine nutzbare Behandlungsmethode zu entwickeln. Hierzu müssen die Materialien weiter verbesserst und getestet werden und zusammen mit Augenärzten eine praktikable Behandlungsmethode konzipiert werden. Außerdem müssen – das ist insbesondere Teil des deutschen Teilprojektes – Operationstechniken erforscht werden, die ein präzises Ausschneiden der erkrankten Stellen der Hornhaut und ein »Verschweißen« des künstlichen Materials mit der Hornhaut erlauben. Dieses soll mit Hilfe von Lasern erfolgen. Sollte sich die neue Methode als eine erfolgversprechende Alternative zu der heute durchgeführten Hornhautverpflanzung bewähren, könnten tausende Patienten vor endgültiger Blindheit bewahrt werden.

Verbundkoordination

Johannes Junger
MLase AG

nach oben Aktualisiert am: 31 Mai 2012.