META

Metastases targeting aptamers (META)
(Förderkennzeichen 13N12247 – 13N12249)

Partner

  • Rheinische Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
  • Universitätsklinikum Würzburg
  • KTB Tumorforschungsgesellschaft mbH
  • AGH University of Science and Technology, Krakau, Polen
  • Commissariat a l’Energie Atomique et aux Energies Alternatives, Orsay, Frankreich

Kurzbeschreibung

Tumorerkrankungen stellen äußerst komplexe Erkrankungen dar, deren Verlauf nicht nur von den Eigenschaften der krankhaften Zellen, sondern von einer Vielzahl weiterer, oft auch Patienten-spezifischer Faktoren geprägt ist. Die selektive Bekämpfung von Tumoren und deren Ausbreitung ist derzeit eine der größten Herausforderungen der biomolekularen Medizin. Hierfür eignen sich spezielle, aus Nukleinsäuren aufgebaute Biomoleküle, die bestimmte Zelltypen und somit auch Tumorgewebe erkennen können. Sie sind sowohl vielversprechende Transportmittel als auch Werkzeuge für die Beobachtung im lebendigen Organismus. Diese Biomoleküle, sogenannte Aptamere, bieten im Vergleich mit den etablierten Antikörper-Therapien den Vorteil, dass sie chemisch-synthetisch hergestellt werden können. Dadurch sind sie je nach Bedarf selektiv veränderbar, ohne dass dabei deren Grundfunktion beeinträchtigt wird. Derartige Moleküle eignen sich daher sehr zur Anwendung in biomedizinischen Fragestellungen wie zum Beispiel der Entwicklung zielgerichteter Therapien und Diagnostika.

Das META Projekt zielt auf die Erzeugung und Charakterisierung solcher Biomoleküle ab, die Prostata-Tumoren oder deren Ableger erkennen. Diese Moleküle werden mittels eines speziellen Ausleseverfahrens im lebenden Organismus gefunden, wobei ein extra dafür eingebrachtes Tumorgewebe quasi als Köder dient. Die so gewonnenen Moleküle können dann für verschiedene Zwecke verändert werden: eine Ausrüstung mit speziellen Farbstoffen macht Tumorzellen sicht- und damit beobachtbar, eine Ausrüstung mit Chemotherapeutika und weiteren funktionellen Molekülen dient der Unterdrückung des Tumorwachstums an Ort und Stelle. Eine Analyse des Eiweißhaushalts des betreffenden Organismus lässt schließlich genauere und äußerst wichtige Rückschlüsse auf die Wechselwirkung zwischen dem eingesetzten Biomolekül und dem Tumor zu.

weitere Informationen

Professor Dr. Günter Mayer
Universität Bonn – LIMES Institut
Gerhard-Domagk-Str. 1
53121 Bonn 

 

nach oben Aktualisiert am: 17 Oktober 2012.