Nano4Neuro

Nano-Functionalised Implants for the Regenerative Treatment of Spinal Cord and
Nerve Lesions (Nano4Neuro)

(FKZ: 13N11036, 13N11037)

Partner

  • NMI Naturwissenschaftliches und Medizinisches Institut an der Universität Tübingen
  • ITV Denkendorf Produktservice GmbH
  • CNRS (Frankreich)
  • Universität Umeå (Schweden)
  • Universtität Ǻrhus (Dänemark)

Kurzbeschreibung

Verletzungen des Rückenmarks und Schädigungen von Nervenbahnen z. B. nach Unfällen können heute nur in sehr geringem Maße geheilt werden. In vielen Fällen verhindert der Abstand zwischen den gerissenen Nervenenden, Narbenbildung und die Aktivität bestimmter Proteine, die ein Nachwachsen von Nervenzellen verhindern (inhibierende Proteine), die Heilung. Derartige Verletzungen – in den Industrieländern sind hunderttausende Patienten davon betroffen – ziehen hohe Behandlungskosten nach sich, vor allem aber bedeuten sie eine beträchtliche Einschränkung der Lebensqualität der Betroffenen. Ziel des europäischen Verbundprojektes Nano4Neuro ist die Erforschung neuartiger Nervenimplantate mit denen Lücken in durchtrennten Nervenbahnen überbrückt werden können. Hierzu müssen verschiedene Herausforderungen gemeistert werden. Zum einen müssen die Implantate so gestaltet sein, dass ein Einwachsen störender Zellen verhindert wird, zum anderen muss die Narbenbildung an den Nervenenden verhindert werden und es müssen die Proteine ausgeschaltet werden, die ansonsten das Wachstum der Nervenzellen verhindern würden. Diese Ziele sollen durch den Einsatz nanotechnologischer Verfahren erreicht werden. So ist es geplant, die zum »Ausschalten« der Proteine notwendigen Moleküle in Nanopartikeln in die Implantate einzubringen, wo sie dann kontrolliert freigesetzt werden. Am Projekt Nano4Neuro sind fünf Partner aus Deutschland, Frankreich, Schweden und Dänemark beteiligt. Sie vereinigen die notwendigen Kompetenzen, um die ehrgeizigen Ziele dieses Vorhabens erreichen zu können.

Verbundkoordination

Prof. Dr. Burkhard Schlosshauer
NMI Naturwissenschaftliches und Medizinisches Institut an der Universität Tübingen

nach oben Aktualisiert am: 17 Oktober 2012.