NanoDiaMed

Molecular diagnosis of multifactorial psychiatric diseases: functional validation of identified gene variants using nanobodies coupled to fluorescent diamond nanoparticles (NANODIAMED)
(Förderkennzeichen 13N12254 und 13N12255)

Partner

  • Universität Würzburg
  • GATC BioTech
  • Institut National de la Santé et de a Recherche Médicale, Paris, Frankreich
  • Ecolé Normale Supérieure de Cachan, Cachan, Frankreich
  • Trinity College Dublin, Dublin, Irland
  • CNR Institute of Neuroscience, Mailand, Italien

Kurzbeschreibung

Psychiatrische Erkrankungen wie Schizophrenie und bipolare Störungen haben teilweise genetische Ursachen. Allerdings ist nicht nur jeweils ein Gen verändert, sondern eine Vielzahl von Genen ist daran beteiligt.  Dabei gibt es ein Wechselspiel zwischen „normalen“ Genvarianten und seltenen, sogenannten raren Varianten. Dies erschwert die Untersuchung. Eine wesentliche Herausforderung ist die Unterscheidung zwischen den unschädlichen seltenen Genvarianten und denjenigen, die mit der Krankheit in Verbindung stehen. Für Stoffwechsel­erkrankungen gibt es bereits effiziente Testmethoden die eine solche Unterscheidung erlauben, im Bereich der psychiatrischen Erkrankungen ist jedoch bisher kein praktikables Testsystem verfügbar.

In diesem Projekt soll nun ein solches Testsystem am Beispiel der Schizophrenie erarbeitet werden und damit die Diagnostik dieser Erkrankungen im Labor unterstützen. Hierzu wird der Einfluss der verschiedenen Genvarianten auf die Form von Dornfortsätzen und die Synapsen spezieller Nervenzellen untersucht. Dazu werden fluoreszierende Nanodiamantpartikel so verändert, dass sie an bestimmte Eiweiße der Nervenzellhülle andocken können und so die Form der Dornfortsätze und der Synapsen sichtbar machen. Das Projekt liefert damit einen wichtigen Beitrag zur Aufklärung der Ursachen für psychiatrische Erkrankungen und damit die Perspektive zu ihrer maßgeschneiderten Therapie. Das Projekt bringt Wissenschaftler und Unternehmen aus Frankreich, Italien, Irland und Deutschland zusammen, die gemeinsam ein wichtiges Werkzeug für die Verbesserung der medizinischen Diagnostik entwickeln. Diese neue Methode wird nicht nur die Lebensqualität Betroffener, sondern auch die Effizienz der medizinischen Behandlung verbessern.

weitere Informationen

Prof.  Dr. Anke Krueger
Institut für Organische Chemie
Julius-Maximilians-Universität Würzburg
Am Hubland
97074 Würzburg

nach oben Aktualisiert am: 17 Oktober 2012.