Nanogiene

Erneuerbare,  hygienisch  wirksame  Nanobeschichtungen  auf  komplexen Medizinprodukten (Nanogiene)
(Förderkennzeichen 13N11353 – 13N11358)

Partner

  • BMP Labor für medizinische Materialprüfung GmbH
  • HygCen Centrum für Hygiene und medizinische Produktsicherheit GmbH
  • Institut für Marine Biotechnologie e.V.
  • Leibniz-Institut für Plasmaforschung und Technologie e. V. (INP Greifswald)
  • micromod Partikeltechnologie GmbH
  • Pioneer Medical Devices AG

Kurzbeschreibung

In den letzten Jahren hat die Zahl von Krankenhausinfektionen durch antibiotikaresistente Mikroorganismen (z. B. MRSA) weltweit deutlich zugenommen. Einer der wesentlichen Einflussfaktoren für die Ausbreitung dieser Infektionen ist die Aufbereitung von Medizinprodukten sowie deren hygienische Effektivität gegenüber Keimen, Prionen oder Blutbestandteilen. Eine umfassende Sterilisation der Medizinprodukte ist auf Grund der Empfindlichkeit der Medizinprodukte sowie deren Komplexizität des Aufbaus häufig nicht möglich. Wegen der hohen Kosten dieser Instrumente ist eine Einmalverwendung nicht akzeptabel. Daher ist die Suche nach alternativen Methoden zur Aufbereitung von Medizinprodukten mit keim- und rückstandsfreien Oberflächen besonders wichtig.

Basierend auf bisherigen Vorversuchen zur plasmagestützten nanostrukturierten Beschichtung soll daher im Projekt „Nanogiene“ ein neues materialschonendes Aufbereitungsverfahren erarbeitet werden. Der hier verfolgte Ansatz ist völlig neuartig, da die Nanostruktur bei jeder Aufbereitung des Produkts vollständig entfernt und neu aufgebracht wird. Die nanostrukturierte Beschichtung könnte die Anheftung von Erregern und Blutbestandteilen deutlich vermindern. Durch die vollständige Entfernung der gesamten Schicht von der Oberfläche ist die Resistenzbildung von Mikroorganismen gegenüber dem Schichtsystem nicht möglich. Somit entsteht ein innovativer Komplettprozess zur Aufbereitung von Medizinprodukten, der die hygienische Sicherheit wesentlich erhöhen kann. Außerdem könnten die primären Kosten im Gesundheitswesen durch eine zu erwartende höhere Zyklenzahl der Produkte und die materialverträglichere Aufbereitung reduziert werden.

weitere Informationen

Christian Lösche
Pioneer Medical Devices, Berlin
Unter den Linden 10
10117 Berlin

nach oben Aktualisiert am: 31 Mai 2012.